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    Turnierbericht Qualifikation Nürnberg
    Sunday, June 27 2010 @ 11:01 PM CEST
    Beitrag von: lars
    Angezeigt: 68
    Am Wochenende spielte die Wegwerfgesellschaft zum ersten Mal die Qualifikation zu Deutschen Meisterschaft (Outdoor). Wir wurden 8ter von 13 Mannschaften und verpassten damit die für die Qualifikation notwendigen ersten 5 Plätze.
    Es ging Samstag recht früh um 8:30 gegen Stuttgart II los. Trotz intensiven Aufwärmen brauchten wir einige Minuten um unser Spiel zu finden. Die Stuttgarter stellten fast nur Anfänger, die nach Umstellung auf eine Zonenverteidigung große Probleme bekamen. Wir gewannen mit einigen Punkten Vorsprung und ich kann mich an keine einzige fallen gelassene Scheibe erinnern. Dafür wurde einiges weggeworfen. Ein guter Anfang.
    Die Hamburger Fischbees waren dann ein ganz anderer Schlag; junge motivierte Spieler, die wesentlich fitter waren und sehr sicher spielten. Wir kamen nur schwer frei und verloren nach 1:0 Führung deutlich mit 13:1. Es fühlte sich nicht ganz so klar an, aber eine echte Chance hatten wir nicht. Mit Tryouts und 4 Vorbereitungsturnieren mit den besten 15 kann dass die WWG vielleicht auch.
    Daraufhin kamen uns die Hechte aus Kaiserslautern gerade recht, um unser Ego wieder aufzubauen. Aufrund von Spielermangel waren sie nur zu 8, darunter eine Frau und ein Kind. Die 60 min langen Spiele und die brennende Sonne sorgten für erste Erschöpfungserscheinungen und wir staunten über unsere rennenden Gegner. Wir mussten richtig dagegen halten, gewannen dann aber deutlich.
    Im letzten Poolspiel ging es gegen Mainz 2. Es war ein richtig schönes Spiel. Auf einmal waren alle heiss und spielten eine super Defense. Am Ende waren die Mainzer aber einen Tick sicherer und machten auch einige einfache Punkte, wenn uns die Scheibe herunterfiel. Es war unser bestes Spiel am Samstag mit einem glänzende aufgelegten Saxen, der mit einigen guten langen Würfen die Richtung vorgab.
    Abends gings es zum Italiener, wo Sax deutlich mehr aß als ich. Alle waren total erschöpft und um 11 lag alles in den Zelten. Morgends sollte es schon um 8:00 weitergehen.
    Ein Sieg im Viertelfinale gegen Darmstadt hätte uns sofort für die DM qualifiziert, aber irgendwie kämpften alle mit den harten Muskeln und Konzentrationsschwierigkeiten. Viele kleine Fehler, ermöglichten den Darmstädtern einfache Punkte. Auch sie machten viele Fehler, aber wir machten mehr. Sie hatten ein starkes Team, aber mit einer konzentrierten und wachen WWG Mannschaft hätten wir eine Chance gehabt. In einem Punkt nahmen wir ihre Zone mit vielen kurzen schnellen Pässen in wenigen Sekunden auseinander. Dann wurde Sebastian beim Fangen von einem Gegenspieler irritiert und bekam einen scharfen Pass direkt aufs Auge. Das Augenlid platze auf aber im Krankenhaus wurde eine vollständige Heilung prognostiziert. Der Rest kämpfte weiter mit Gegner und eigener Konzetration, aber insgesamt dominierten weiter die Fehler. So endete das Spiel mit 13:6.
    Es blieb die Chance 5ter zu werden. Dafür mussten die nächsten 2 Spiele gewonnen werden. Zuerst mussten wir wieder gegen Mainz spielen, die auch ihr Viertelfinale verloren hatten.
    Es wurde meiner Meinung nach unser bestes Spiel. Wir tauschten konsequent die Punkte bis zum 7:6. Dann stellte Mainz die Offense um. Sie nannten es Isolations, aber so recht erkennbar war sie nicht. Viele Inside-Breaks in Folge brachen uns das Genick. Auf einmal waren wir drei Punkte hinten, wollten es zwingen und lagen dann mit vieren hinte .. . Ein schönes knappes Spiel endet mit 13:8.
    Im letzten Spiel gegen die Gastgeber erwischten wir einen schlechten Start und waren schnell hinten. Die Sonne und die Spiele davor forderten ihren Tribut und die die Motivation war auf einem Tiefpunkt. Wir erkämpften noch einige Punkte, verloren aber deutlich.

    Es hat super Spass gemacht, mit der Wegwerfgesellschaft mal gezielt auf ein Turnier zu trainieren und dann auch mitspielen zu können. Vielen Dank an Sax, der da viel Zeit investiert hat und immerwieder die richtige Ansprache an die Mannschaft gefunden hat. Im Spiel half er immer wenn es eng wurde und lief sich die Hacken wund. Lothar kämpfte mit seiner Kondition, holte aber auch eine Defense und spielte kurze sichere Pässe. Alain hatte immer das richtige Timing beim Cut, um die Scheibe nach vorne zu bewegen. Martin redete etwas viel über seine schlechte Kondition, um dann im nächsten Punkt seinem Gegner wegzusprinten. Markus L. war der sichere Aufbau in Person, der sich immer mehr zutraute und schließlich auch viele Breaks warf. Valentin war wie immer der Turm in der Schlacht und war vom Gegner kaum zu halten. Er holte viele Defenses und brachte die Scheibe durhc seine Cuts in Bewegung. Ida traute sich nicht so recht aufs Feld, war dann aber sicher im Aufbau und fing durch kluges Stellungsspiel auch mehrere Scheiben ab. Markus H. war immer in Bewegung und die Scheibe mit ihm. Gerade im zweiten Spiel gegen Mainz war er einer der besten. Sebastian setzte seine Kondition in viele Cuts um, bevor er sich dann seine Augenklappe verdiente. Seine Hauptsorge: "Bis zum Turnier in Weßling will ich wieder fit sein". Ruper lief ähnlich viel, gewann aber darüber hinaus auch noch die Duelle um Valentins Overheads, holte eine schöne Defense gegen Mainz und kümmerte sich vorher um die Orga.

    Ich hoffe die WWG spielt weiter Meisterschaften, trainiert weiter und wird den Erfolg dann bald deutlich sehen. Es macht immer wieder super Spass, diese Entwicklung mitzuerleben.

    Gruß
    Lars

      


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